Die Versteinerung aus der Grube Messel bei Darmstadt, in Epoxidharz eingebettet, stammt aus dem Zeitalter des EOZÄN und ist ca. 48 Millionen Jahre alt, Format mit Rahmen 44 x 48 cm. Der reine Panzer der Weichschildkröte (wissenschaftlicher Name: Allacochelys) ist ca. 20 x 18 cm groß. Die Grube wurde 1995 als erstes deutsches Naturdenkmal in die UNESCO-Liste des Welterbes aufgenommen und ist eine "Schatzkammer der Urzeit". Durch vulkanische Aktivitäten hatte sich vor rund 50 Millionen Jahren ein Maarkrater mit
See gebildet und es herrschte tropisches Klima. Im sauerstoffarmen Schlick blieben Kadaver besonders gut erhalten. Gefunden wurden u.a. Urpferdchen, Krokodile, Vögel, Fische, Schildkröten sowie ein Ameisenbär, aber auch Insekten und Pflanzen. Nach Ende der Förderung von Ölschiefer im Tagebau begannen 1971 langjährige Planungen für eine große Mülldeponie, die durch zahlreiche Proteste im letzten Moment verhindert werden konnten. Bei einem Besuch hatte ich die Möglichkeit, zwei Archäologen-Teams bei Grabungen (die noch lange andauern werden) zu beobachten. Maßgeblich beteiligt sind das Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum in Frankfurt (u.a. mit den Arbeitsbereichen Grabung und Präparation), das Hessische Landesmuseum Darmstadt (Funde) und vor Ort: Welterbe Grube Messel mit Museum (Dauerausstellung, Sonderausstellungen, Zugang zur Grube im Rahmen von Führungen). Auch Kinder können dort unter Anleitung Ölschiefer spalten und vielleicht sogar Fossilien finden.
| Kategorie: Versteinerungen
| Material: Stein
| Herkunft:
Hessen, Deutschland
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